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Krebs

Krebserkrankungen sind heute nach den Herz-Kreislaufkrankheiten die zweithäufigste Todesursache in den Ländern West-Europas und Nordamerikas. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag im Jahr 2006 in Deutschland über einem Viertel aller Todesfälle (112 761 Männer und 98 762 Frauen) ein Krebsleiden zu Grunde. Bei den Männern hatten bösartige Tumoren der Verdauungsorgane und der Atmungsorgane die größte Bedeutung. Bei Frauen dominierten Tumoren der Verdauungsorgane und der Brustdrüse.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland 436.000 Menschen neu an Krebs. Experten schätzen, dass die Zahl der Krebserkrankungen bis zum Jahr 2030 um 50 Prozent zunehmen wird.

Krebserkrankungen beruhen auf genetischen Veränderungen. Bei den meisten Krebsformen treten diese Veränderungen jedoch erst nach der Geburt auf - sie werden also nicht vererbt. Umwelteinflüsse, Lebensstil und weitere, noch weitgehend unbekannte Faktoren spielen hierbei eine Rolle.

Um diese Zusammenhänge weiter aufklären zu können, hat popgen in Zusammenarbeit mit Ärzten der schleswig-holsteinischen Behandlungszentren für Dickdarmkrebs und mit dem Krebsregister Schleswig-Holstein Kontakt zu mehr als 10.000 Patientinnen und Patienten aufgenommen. Mehrere tausend Spender haben mit ihrem Blut und den Angaben zu ihren Lebensumständen und ihrer Krankengeschichte zur Aufklärung dieses zweithäufigsten Krebsleidens beigetragen.

Seit 2008 beteiligt sich popgen im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme zur medizinischen Genomforschung (NGFNplus) an einem bundesweiten Forschungsverbund zum kolorektalen Karzinom.