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Gesundheit

Wenn medizinisch- genetische Forschungsergebnisse für breite Patientengruppen verfügbar gemacht werden können, kann eine ganz neue Medizin entstehen. Persönliche Krankheitsrisiken können früher erkannt und mit individuellen Vorsorgeplänen kontrolliert werden. Therapien können exakt auf die Anlagen eines erkrankten Menschen abgestimmt werden. In Zukunft werden alle Patienten von dem neuen medizinischen Wissen profitieren können.

Personalisierte Medizin bedeutet maßgeschneiderte, individuelle Früherkennung. Wer seine Risiken kennt, kann sich regelmäßig überwachen lassen und hat die Möglichkeit, zu frühzeitigen Vorbeugungsmaßnahmen zu greifen - z.B. einer gezielten Ernährungsumstellung. Wir wissen heute, dass Ernährung die Umsetzung genetischer Informationen im Körper beeinflusst und damit ebenfalls einen wichtigen Einfluss auf die Gesundheit hat.

Personalisierte Medizin geht aber noch weiter. Heute profitieren im Durchschnitt nur etwa zwei Drittel aller Patienten wirklich von einer medikamentösen Therapie. Jeder Vierte erfährt durch die Medikamente keine Besserung, und jedem 13. Patienten geht es wegen der Mittel sogar schlechter als vorher. Erbanlagen können einen Einfluss darauf haben, wie stark und wie lange ein Medikament im menschlichen Körper wirkt oder welche Nebenwirkungen es auslöst. Sind diese Zusammenhänge bekannt, können Medikamente gezielt, individuell maßgeschneidert, d. h. wirkungsvoll und nebenwirkungsarm, eingesetzt werden. So kann die personalisierte Medizin auf Basis der Erkenntnisse der Krankheitsbezogenen Genomforschung unser Gesundheitssystem grundlegend verändern.